Ein eiskaltes Wochenende

Der Bericht zum Seminar "Mitgefangen in der Sucht" vom 16.-18. März 2018 in Papenburg.

Nachdem wir in Papenburg  angekommen waren und dem eiskalten Ostwind auf dem Weg vom Haupthaus ins Seminargebäude entronnen waren, wurden wir von vielen Freunden aus der Freundeskreisgemeinschaft wärmstens begrüßt. Der Begrüßungskaffee und von der Küche selbstgebackene leckere Kuchen haben den Eiswind schnell vergessen lassen.

Nachdem wir die Zimmer bezogen hatten war auch schon Zeit zum Abendessen. Nach dem Abendessen haben wir uns im Seminarraum getroffen. Unser Dozent kam berufsbedingt erst am nächsten Tag. Wir haben dann eine Vorstellungsrunde gestartet und sind dann in eine heiße Diskussion zwischen Betroffenen und CO-Abhängigen geraten, in der es darum ging wie und wo gibt es für Angehörige welche Hilfe.

Am nächsten Morgen als Dr. Kastenbutt da war, starteten wir in die vollen.

In Gemeinschafts- oder Kleingruppenarbeit erörterten wir:

  • Was ist Co-Abhängigkeit?
  • Alkoholismus als Familienkrankheit
  • Ist Co Abhängigkeit eine Krankheit?

Dann haben wir die Phasen der Co-Abhängigkeit erarbeitet:

  • Welche Handlungen helfen dem Betroffenen überhaupt nicht?
  • Gesellschaftliche Klischees über Co-Frauen?
  • Wie verhalten sich Co-abhängige Männer?
  • Wie haben wir Betroffenen unsere Angehörigen in der nassen Phase erlebt?
  • Das Helfersyndrom: kann das Helfen auch "süchtig machen"?
  • Kinder in Alkoholiker Familien, reingeboren oder reingewachsen. Was ist mit Ihnen passiert?

Die Ergebnisse der Kleingruppenarbeiten haben wir dann im Plenum gemeinsam diskutiert.

Ich könnte hier jetzt noch stundenlang weiterschreiben.

Die Essenz dieses Wochenendes ist für mich und viele andere Freunde:

ein viel zu kurzes Wochenende mit einem Top Dozenten in einer tollen Bildungsstätte.

Henning Theivagt 

Hitzacker März 2018