Tag der verstorbenen DrogengebraucherInnen 2020

Im Jahr 2019 starben in Deutschland 1398 Menschen in Folge des Konsums illegaler Drogen, allein in Niedersachen verstarben 80 Drogengebrauchende. Um auf das Schicksal der Betroffenen und Ihrer Familien aufmerksam zu machen, organisierte Wilhelm Märtz von der Gruppe für Suchtkranke Freundeskreis Wittingen mit der Selbsthilfekontaktstelle des AWO Kreisverbandes Gifhorn eine Kundgebung auf dem Gifhorner Rathausplatz. Neben den erschreckenden Zahlen sollte generell auf den Missbrauch von Drogen und die Arbeit der 20 Suchtselbsthilfegruppen im Landkreis aufmerksam gemacht werden. Der Landtagsabgeordnete Tobias Heilmann gab in seiner Rede zu bedenken, dass die Arbeit der Beratungsstellen sehr wichtig sei und deren Finanzierung gesichert sein müsse. Auch dem Gifhorner Bürgermeister Matthias Nerlich war es wichtig an der Aktion teilzunehmen. Ingrid Märtz erinnerte an die schwierige Situation der Angehörigen und den Kampf um die Akzeptanz in der Gesellschaft. Zum Abschluss sprach Michael Groh, Pastor der St. Nicolai Gemeinde über unerfüllte Sehnsüchte, die zu Sucht führen können. Zur Kundgebung waren auch VertreterInnen der Beratungsstellen der Diakonie und des Weißen Rings anwesend. Auf die Aktion wurden Passanten aufmerksam, die zum Teil auch die Anwesenden ansprachen und es kam zu guten Gesprächen. Neben der Thematik war der Tag auch ein gutes Beispiel dafür, dass auch in Zeiten mit coronabedingten Auflagen, öffentliche soziale Aktivitäten möglich sind. Dies wurde auch ermöglicht durch gute Absprachen mit den MitarbeiterInnen der Stadt Gifhorn.

Mit freundlicher Genehmigung der AWO Selbsthilfekontaktstelle Gifhorn
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