Märchenseminar in Hustedt

Gifhorn, den 01.10.2017

Hallo Freunde,

nun mein Bericht vom Märchenseminar vom 22.09. bis 24.09.2017 in Hustedt. So langsam komme ich mir vor wie die Berichterstatterin vom FreundeskreisJ.

Das Thema in Hustedt war: „Im eigenen Leben geborgen – mit Märchen ankommen“.

Am Freitagabend bei der Vorstellungsrunde hatte keiner so richtig eine Vorstellung davon, was am Wochenende so auf uns zukommt. Bis auf 3 Damen, die schon einmal bei Katja ein Seminar besucht hatten.

Wer nun denkt eine Märchenerzählerin sei alt und grau, mit einer dicken Brille auf der Nase und sitzt im Schaukelstuhl, liegt völlig falsch.

Katja ist pink! Oder fliederfarben. Es scheint ihre Lieblingsfarbe zu sein, ich gehe davon aus, da ich an diesem Wochenende 3 verschiedene Outfits in diesen Farben kennen lernen durfte, inklusive Brille.

Sie hat eine wunderbare Stimme, es macht einfach Freude ihr zu zu hören. Die einzelnen Märchen wurden mit einem Schlag auf eine Klangschale angekündigt, die Gruppe wurde sofort ruhig. Das Ende mit einem Glockenspiel, alles leichte Töne. Auch ein Daumenklavier kündigte zum Teil ein Märchen an.

Was haben nun Märchen mit Sucht zu tun ? Ganz viel ! Märchen sind in 7 Stufen aufgebaut und ein Märchenheld durchläuft 7 Entwicklungsschritte im eigenen Reifungsprozess, ähnlich wie ein Suchtverlauf bzw. Abstinenzverlauf.

      1. Die Ausgangssituation/das Fundament beschreiben (Nahrung, Schloss, Hütte, große Familie, Wunschkind etc.)
      2. Den ersten Schritt in das Unbekannte wagen (der dunkle Wald, der tiefe Brunnen, die weite fremde Welt)
      3. Die Helfer auf dem Weg grüßen (der weise Alte, Tiere o.a.)
      4. Die Herzensprüfung bestehen (z.B. Drachenkampf, Krieg)
      5. Der Wahrheit Ausdruck verleihen (Tierfell abwerfen, falsche Braut entlarven)
      6. Den tieferen Sinn des Ganzen erkennen (Augen aufschlagen, der Kuss)
      7. Der Herrscher im eigenen Reich sein (König/Königin, Hochzeit)

Vielen von uns sind nur die Märchen von den Gebrüdern Grimm bekannt, oft doch sehr brutal und blutig. Katja bedient sich der Märchen aus aller Welt. Am liebsten wohl der aus dem asiatischem Raum. Hier durften wir intensiv an dem Leben eines Baumes teilnehmen und wurden selbst zum Baum und durften uns auch an einen Baum anlehnen, ihm alle Sorgen erzählen, ohne Widerworte. Eine tolle Erfahrung, bei dem einen Paar klappte es besser und bei dem anderem Paar nicht so gut, trotzdem einfach super.

Märchen können alte Erinnerungen wecken. Je besser ich mich kenne, umso stabiler bin ich. Märchen sind ein Spiegel unseres eigenem Lebens.

Wir malten unseren eigenen Baum, ganz unterschiedlich und doch so viele Ähnlichkeiten.

Zum Abschluss des Seminars wurden wir von Katja auf eine Traumreise geschickt, welche alle als sehr positiv empfanden.

Da ich diesmal mit dem Fahrrad angereist bin, konnte ich auf der Rückfahrt das Wochenende nochmal Revue passieren lassen. Es ist schwer dieses wunderbare Wochenende in Worte zu fassen. Ich hoffe ein bisschen etwas konnte ich euch „rüber“ bringen.

Beim nächsten Seminar von Katja möchte ich auf jeden Fall wieder dabei sein. !!!!!

Ich wünsche euch allen eine tolle Zukunft und Gottes Segen. Viel Spaß in Potshausen, diesmal kann ich leider nicht dabei sein.

Herzlichst Andrea aus Gifhorn